Von der Erzbahn zur Erzbahn

Da wir in Kirkenes nicht vorhaben zu überwintern, müssen wir mit unserem Womo auch irgendwann einmal wieder ein paar Meter zurück fahren. So nahmen wir die Tage eine erste Etappe in Angriff.

Ein paar Kilometer hin oder her. In Rom waren wir auch schon länger nicht mehr…

Der kostenlose Stellplatz in Kirkenes mit gratis V/E-Station und W-LAN, da kann man nicht meckern.

Zwar etwas außerhalb im Industrieviertel, dafür aber mit Blick auf Hurtigruten und Co.:

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Pasvik Nationalpark – 100km Sackgasse

Von Kirkenes bietet sich ein “kleiner” Abstecher auf der RV885 in südlicher Richtung an. Warum? Ganz einfach: Hier geht es nicht mehr weiter und man befindet sich wahrscheinlich in einer der interessantesten (Dreiländer)Ecke Europa´s wenn nicht gar weltweit, denn mitten im “Øvre Pasvik Nationalpark” grenzen die Länder Norwegen, Finnland und Russland aufeinander. Das Witzige dabei sind die drei verschienden Zeitzonen, Mitteleuropäische-, Osteuropäische- und Moskauer Zeit. Außerdem lockten die überall beschriebenen wilden Braunbären, welche mit ca. 30 an der Zahl in dieser Region die größte freilebende Population Norwegens bilden.

100km mit unserer Schleuder, hmm – da sollten wir nicht mehr als 2 Stunden dafür benötigen. Denkste, denn die Straße dahin hatte es in sich. Viele hinterlistige Bodenwellen und Schlaglöcher oder beides zusammen reihen sich hier aneinander, gekrönt wird das ganze mit einer 9km langen grobschottrigen Dreckstraße bestückt mit eng wachsenden Bäumen und Sträuchern. Benötigt haben wir hierfür fast 6 Stunden, belohnt wurden wir aber mit einem mitten in der Pampa befindlichen Rastplatz ;-)

Welle für Welle kämpften wir uns Richtung Nationalpark

Von Weitem schaute es gar nicht so schlimm aus

Zum Glück gab es unterwegs ein wenig Entschädigung für jeden Schlag im Womo

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Ballonfahrt

So, als Nachtrag gibt es noch ein kleines Video von unserer Ballonfahrt über fast Helsinki.

 

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Mit dem Heissluftballon über fast Helsinki

Als grönenden Abschluß unserer Skandinavien-Rundfahrt ging es nochmal hoch hinaus. Das Wetter zeigte sich zudem von der besten Seite und so sind wir am Flugplatz Malmi von AEROHOT abgeholt worden. Hartmann, der Pilot ist eigentlich ein gebürtiger Innsbrucker (ja die Welt…). Über Helsinki konnten wir leider nicht schweben, da Wind aus nördlicher Richtung angesagt war und auch die Flugzone des Großflughafens zu beachten ist. Somit ging es etwas ins Landesinnere, um von einem geeigneten Plätzchen aus, starten zu können. Bis heute haben wir uns keine großen Gedanken über den ganzen Aufwand und den logistischen Leistungen des Piloten und seines Assistenten gemacht, nun wissen wir auch, dass es Ballon´s mit Körben für 16 Personen + Piloten gibt, Wahnsinn. Für den “Aufbau” und “Abbau” waren somit alle gefordert, es galt ein Gesamtgewicht von ca. 1000kg (Ballon und Korb) zu bewältigen. Die Taufe, ein leckeres Picknik und ein Diplom vervollständigte das geniale Erlebnis. Wir waren begeistert, aber seht selbst:

Dann war es soweit, wir und 2 andere Ballons hebten ab, was für ein Gefühl, so langsam dahin zu schweben, wenn dann die lautstarken Brenner verstummern – genial, die Stille dazwischen.

Und wenn´s am schönsten ist,… Von mir aus hätten wir noch ein paar Stunden länger dort oben schweben können, aber irgendwann wird es auch dunkel und der Pilot möchte mal Feierabend machen :-) Also Plätzchen aussuchen und Landung vorbereiten, klingt einfach – hängt aber ganz schön was dran: Landeplatz mit freier Sicht und wiesenähnlich, Assistenten zum Landeort lotsen, Möglichkeit zur Hängerbeladung, Schäden auf dem Grundstück minimal halten und sanft landen. Danach wird alles abgelassen und wieder eingetütelt und verpackt.

Zum Schluss wurde nochmal kräftig aufgetafelt und die Taufe vollzogen.

Nach dieser Schrecksekunde und dem Helfen der anderen Ballonfreunde sind wir nach knapp 5 Stunden wieder heil am Flugplatz angekommen.

Ein wunderschöner Tag geht leider zu Ende.

Helsinki

So, da will ich mal wieder. Wir sind nun schon seit ein paar Tagen in Helsinki, haben die Stadt von unten und von oben betrachtet, wirklich sehr sehenswerte und vor allem grüne Stadt. Wir stehen hier auf dem Olympiapark-Parkplatz und bleiben noch bis Sonntag, da wir noch etwas (wenn alles klappt) Größeres vorhaben. Es ist immer was los, gestern kam eine mit Pferdestaffel begleitete demonstrationsähnliche, singende Ansammlung an Jugendlichen direkt bei uns vorbei, ich dachte erst an eine rechtgerichtete Angelegenheit, waren aber zum Glück nur Fan´s des örtlichen Fußballvereins, was man dann noch den ganzen Abend lautstark im Stadion gehört hat. Ansonsten ist es eine joggende und fahrradfahrende Hauptstadt, jedes freie Fleckchen Grün wird für Gymnastikübungen genutzt. Am Sonntag ist nun auch noch das Konzert von Madonna angesagt, vom Olympiaturm (72m hoch, 5€ Eintritt) konnte man den Bühnenaufbau gut beobachten. Hier wieder ein paar Schnapschüsse: Von da oben hat man eine schöne Aussicht über Helsinki:

Beim blauen Pfeil steht unser WOMO und beim roten haben wir das entdeckt:

Auch ins Stadion hat man einen schönen Blick:

Steht man auf dem Parkplatz in der falschen Reihe, kommen die netten Damen und es regnet 60€ Quittungen (bis zu 3x am Tag)! Wenn ihr wisst, was ich meine ;-)

Und nun noch ein paar Bilder von unten:

Durch den, gleich in der Nähe befindlichen Vergnügungspark kann man ohne Eintrittskarte spazieren, ist auch ganz schön, “stressfrei” die Attraktionen zu bestaunen.

Nach dem vielen Besichtigen hat man natürlich auch Hunger, wir haben uns seit Langem wieder mal für Döner-Hausmannskost entschieden (Angebot für 2 Personen: Dönerteller mit Getränk = 16€):

Kotka Stadtrundfahrt

Das Vöglein war immer dabei :-D

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Kotka

Eigentlich eine sehr moderne Stadt und nicht weiter sehenswert, aber man kann dafür am Hafen gut stehen. Also haben wir einen Tag hier verbracht. Neben dem Besuch des Hafenmuseums kann man mit einer kleinen “Bahn” für 4€ eine Stadtrundfahrt starten, so sieht man die vereinzelt historischen Gebäude, bzw. Kirchen.

Mit der Bahn ging es dann auf Stadtrundfahrt.

Auf dem Weg nach Helsinki war noch ein Abstecher am Strand und ein Besuch im Restaurant angesagt:

Hier haben wir dann das Tagesangebot für 6€ pro Person bestellt (Crayfish with potato and salad), bei dem Fisch haben wir uns überraschen lassen :-D

Vom Wald in die Zivilisation

So kam es uns in den vergangenen 2 Tagen vor. Wobei wir die schwedischen Wälder noch extremer fanden, in Finnland werden diese wenigstens etwas durch die vielen Seen aufgelockert. Das Land selbst haben wir doch sehr schnell durchfahren, zum einen wegen dem wechselhaften Wetter und der daraus resultierenen Ansammlung von Unmengen an Mücken. Zum anderen war es echt schwierig einen geeigneten Platz zum Stehen zu finden. In Lapland zwar eher, aber im Süden so gut wie garnicht, obwohl wir schon öfters abgelegene Straßen und ausgeschilderte Sehenswürdigkeiten (die sich dann als keine herrausstellten) angefahren haben. Es gibt hier nur öffentliche Wege, Ausbuchtungen an Hauptverkehrsstraßen und halt die Privatwege, da wollen wir niemanden belästigen. Nun klappern wir die Küste am finnischen Meerbusen ab, die wesentlich interssanter ist. Hätte sich das Wetter von der schöneren Seite gezeigt, wären wir auch sicher länger im “Wald” geblieben, da auch die schönen Seiten (Pilze, Pilze, Pilze, Beeren, Fische) nicht zu verachten sind.

Wieder Verbindung ins All

Wir haben nun wieder eine Satellitenverbindung in den weiten Weltraum, somit kann ich auch ein paar Neuigkeiten berichten. Wir sind in der Zwischenzeit einige Kilometer gefahren und mittlerweile im Süden von Finnland angekommen und stehen gerade ca. 5km von der russischen Grenze entfernt auf einem Parkplatz, dank nichtvorhandenem Visum können wir auch nicht über die Grenze, naja vielleicht das nächste Mal.

Aber der Reihe nach. Nachdem wir auf dem CP in Alta noch schnell Wasser getankt und Grauwasser abgelassen haben (übrigens eine seltsame Konstruktion – ein einfacher Bodeneinlass ist wirklich sinnvoller) brachen wir Richtung Nordkap auf.

Zuerst die Stadt Hammerfest besichtigen, sie durfte ihren Titel “nördlichste Stadt” offiziell behalten, obwohl sich mittlerweile Honningsväg, dank Stadtrechtwidmung, nördlicher befindet.

Hammerfest selbst ist weniger sehenswert, eine Mischung aus Einkaufsmöglichkeiten, Industrieanlagen und einem Hafen, dazwischen Baustellen und ein paar schönen Häuschen. Wir übernachteten am Hafen und nach tagheller Nacht ankerte am Morgen ein Kreuzfahrtschiff vor unserer Nase. Knapp 5000 (3780 Passagiere + 1100 Besatzungmitglieder) gegegen ca. 10000 Einwohner Hammerfest´s. Eine lange, nicht enden wollende Menschenschlange verließ das Schiff :-)

Dana hat sich hier mit Angeln und Muschelsammeln beschäfigt:

Nachdem das Kreuzfahrtschiff weiter geschippert ist, haben auch wir uns aufgemacht, das Nordkap zu erkunden. Vorbei an karger Landschaft und kleinen Buchten, durchquerten wir den Nordkaptunnel und standen um Mitternacht bei dichtem Nebel, Regen und starken Wind kurz vor dem Nordkap. Wir machen zwar Urlaub, aber eine Gebühr über 470Kr (ca. 60€) stand in keiner Relation, nur um noch 100m weiter fahren zu können und den Wind noch kräftiger zu spüren. Außerdem war von einer Sonne eh nichts zu sehen. Also zurück und im Tal übernachten. Seit diesem Sommer ist zum Glück der Nordkaptunnel auch mautfrei (da amortisiert), hier hätte uns eine Strecke nochmals kanpp 70€ gekostet, also gesamt 200€ nur Maut!

Vorbei an einem abgebrannten Haus machten wir auch ab und zu Rast in einsamen Buchten. Ein paar Finnen hatten ihre eigene Sauna auf dem Hänger dabei, was es nicht alles gibt.

Die Schafe und Rentiere spazieren hier oben auf der Straße um die Wette und eine solche Fischtrocknung sieht man eher selten:

Da sich das Wetter nicht so richtig zu bessern scheint und wir auch noch einiges vor uns haben, sind wir vorzeitig in Finnland eingereist und haben den Kampf mit den Mücken aufgenommen.

Ein Fischlein für Dana und was Geräuchertes für mich. Mmm lecker.

Hier gibt es neben kuriosen Tankstellen (zwischen den Säulen hängen die Klamotten) auch interessante Fahrzeuge, wie z.B ein Bus-LKW: